Geothermie-Branche rechnet mit starken Anstieg der Erdwärme-Nutzung
Der Bundesverband Geothermie (GtV) rechnet in den kommenden acht Jahren nur in der Wärmeerzeugung mit einem Anstieg von 5,6 Terawattstunden (TWh) jährlich auf 20 Terawattstunden. Die Stromerzeugung werde den Angaben zufolge auf 3,8 Terawattstunden nach 0,027 TWh rapide steigen. In der Geothermie würde allerdings ein starker Bedarf an Entwicklungs- und Forschungsarbeit bestehen, weil sich nur so die Produktion rentieren würde. Dies sagte Professor Reinhard Hüttl vom Deutschen Geoforschungszentrum auf dem GtV-Geothermiekongress, der am 15.November 2011 in Bochum stattgefunden hatte. Nach Vorstellung der Branche sollte ein Geothermie-Programm im Umfang von rund 500 Millionen Euro gestartet werden.
Neue Projekte sollen so ermöglicht und eine wissenschaftliche Begleitung erfahren werden können. Die Bohrung sei derzeit für 70 bis 80 Prozent der Geothermie-Kosten verantwortlich, wie Horst Rüter seitens des Bundesverbandes Geothermie mitteilte. Eine erhöhte Erdwärme-Nutzung könnte in Zukunft dann Investitionen in Stromnetze und Kraftwerke sparen. Wie Rüter weiter berichtet, sei eine verstärkte kombinierte Nutzung der Geothermie für ganze Strassenzüge oder Wohnviertel vorstellbar. Zur Zeit gibt es bundesweit rund 250.000 Erdwärmeheizungen, die überwiegend in Neubauten zu finden sind.
Auf der anderen Seite existieren schon 20 tiefe Geothermieprojekte, welche Heizenergie für Ortschaften und ganze Stadtteile erzeugen. Im Bereich der Stromgewinnung gibt es derzeit in ganz Deutschland nur fünf Geothermieanlagen. Der einzelne Hausbesitzer kann eine Erdwärmeheizung nutzen aber im Vorfeld sollte eine Energieberatung beansprucht werden. Das Beratungsgespräch vermittelt wichtige Informationen darüber was eine Erdwärmeheizung kostet und wo Energie eingespart werden kann.

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