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Geothermiekraftwerk in Bayern kann gebaut werden

Den Stromverbrauch kontrollieren und die am Markt gehandelten Strompreise vergleichen ist für den Großteil der Verbraucher schon selbstverständlich. Die immensen Schwankungen in den Preisen und Kosten sind für sie hierfür der Grund.

Aktuell hört man immer häufiger von den verschiedensten Energie-Kraftwerken – Wasser, Solar, Geothermie – die an verschiedenen Standorten errichtet werden. Der Grund hierfür liegt im Erneuerbaren Energie Gesetz, das vorschreibt, dass bis 2020 mindestens ein Drittel des Stromes in Deutschland aus erneuerbarer Energie gewonnen werden muss.

In Kirchstockach in Bayern beispielsweise entsteht ein Geothermiekraftwerk. Die Finanzierung des Energie-Kraftwerkes ist inzwischen gesichert und wird von der Hochtief Concession gewährleistet. Beteiligt an diesem Projekt ist auch die Renerco, die zur BayWa-Gruppe. Diese beiden Partner bilden gleichberechtigt die Süddeutsch Geothermie-Projekte Gesellschaft (SGG). Das Investitionsvolumen des Projektes liegt bei etwa 62 Millionen Euro. Da die Finanzierung aber gesichert ist, können die Bauarbeiten der Anlage nun beginnen.

Die SGG hat das Projekt bereits geplant und das Thermalwasser in über 3600 Meter Tiefe erschlossen. Das Kraftwerk soll bis Mitte 2012 schlüsselfertig sein und eine Leistung von 5,5 Megawatt erreichen. Es wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen dann mindestens zehn Jahre lang betrieben wird bzw. werden kann. Erzeugt werden soll aus der geothermetischen Quelle Energie zur Stromerzeugen. Nach der Anfangszeit ist geplant, dass die Anlage die umliegenden Gemeinden mit erneuerbarer Wärme versorgen soll.

Neben Kirchstockach soll ein weiteres Geothermiekraftwerk in Dürrnhaar entstehen. Hier konnte man mit dem Bau bereits in diesem Jahr beginnen, die Hoch- und Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen. Es wird davon ausgegangen, dass in Dürrnhaar ab Anfang 2012 bereits erneuerbarer Strom gewonnen wird. Die Anlage dort ist ausgelegt für die Erzeugung von knapp 45 000 Megawattstunden Strom pro Jahr. Damit können etwa 18.000 Haushalte versorgt werden. Gefördert wird das Wasser mit seiner Temperatur von etwa 140 Grad auch hier aus einer Quelle, die etwa 3600 Meter tief unten ist. Beide Orte befinden sich im Südosten Münchens.


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