Erdwärmekollektoren bestehen in der Regel aus Kunststoffrohren, die die Erdwärme übertragen können. Die Rohre werden zu diesem Zweck horizontal in der Erde verlegt, meist in einer Tiefe von etwa eineinhalb bis zwei Metern. Wichtig ist dabei, dass sie unterhalb der örtlichen Frostgrenze liegen.
Benötigt viel Platz
Im Vergleich zu anderen Möglichkeiten, die Erdwärme zu nutzen (zum Beispiel mit Sonden) benötigt man bei dieser Variante relativ viel Fläche. Dafür sind allerdings die Tiefbohrungen zur Platzierung der Sonden zum einen wesentlich teurer und zum anderen auch deutlich aufwändiger. Als Wärmeträger fungiert beim Erdwärmekollektor ein Gemisch aus Wasser und Glykol, das durch das geschlossene Rohrsystem zirkuliert. Die Wärme, die durch Regen oder auch Sonne in der Erde entsteht, wird von dem Wärmeträger aufgegriffen und zur Wärmepumpe transportiert.
Bodenbeschaffenheit und Größe
Wie hoch die Ausbeute der Wärme ist, richtet sich unter anderem auch nach der Beschaffenheit des Bodens, wodurch auch die Leistung der Erdwärmekollektoren recht unterschiedlich ausfallen kann. Um die Wärmeausbeute zu steigern, kann man die genutzte Bodenfläche entsprechend erweitern.
Sonderbauformen von Erdwärmekollektoren
Im Bereich der Erdwärmekollektoren gibt es auch Sonderbauformen – die Spiralkollektoren haben so zum Beispiel den Vorteil, dass sie nicht so viel Fläche erfordern und vertikal in die Erde eingebracht werden. Parallel dazu fallen die Kosten für diese Variante des Erdwärmekollektors ebenfalls deutlich geringer aus als jene für die Erdwärmesonden. Auf diese Weise bieten die Spiralkollektoren zwei überzeugende Vorteile.
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Illustrationen © happychild, eyecat, BBB3 - Fotolia.com