20 Jahre Zukunftsblicke in der Geothermie
Seit 20 Jahren existiert der Bundesverband Geothermie und vermittelte auch dieses Jahr wichtige Informationen über das Thema „Energie durch Erdwärme“ auf dem Geothermiekongress DGK 2011. Begleitet wird die Veranstaltung von der Fachmesse geoENERGIA.
Waldemar Müller-Ruhe, Präsident des GtV-Bundesverbandes, gab in Bochum in seiner Rede zur Kongresseröffnung einige Blicke auf die Zukunft und Visionen frei, die ganz im Zeichen der Geothermie stehen. Energie aus Erdwärme wird in der Zukunft eine tragende Rolle spielen, denn im Verbund mit anderen regenerativen Energiequellen – einem Kombikraftwerk – würde die Erdwärme ihre Vorteile zur Deckung der Grundlast nutzen.
Natürlich sind noch nicht alle vorgestellten Projekte ausgereift und es bedarf noch weiterer Forschung auf dem Gebiet, um den Maßstab eines Kraftwerkes zu erreichen. Allerdings muss nicht nur bei der Forschung auf die Lösung des Energieproblems hingearbeitet werden, auch die politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Energiewirtschaft standen ganz im Zeichen der DGK 2011.
Außerdem wurden auf der Messe nicht nur Zukunftsblicke gewagt, sondern auch die Fortschritte seit bestehen des GtV-Bundesverbands bestaunt. Die Nutzung der Wärme ohne Umwandlung in elektrische Energie wird bereits stark praktiziert, denn rund 250.000 Erdwärmeheizungen sind bereits in Betrieb und wärmen Räume in Neubauten und sanierten Bestandsgebäuden.
Für Müller-Ruhe ein besonderes Zeichen, dass die Vorteile der Geothermie nicht nur auf dem Papier überzeugen. Energie aus Geothermie ist zuverlässig, umweltschonend, grundlastfähig und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich. Darüber hinaus bietet die Energie aus Erdwärme eine besondere Preisstabilität, da sie unabhängig von bestimmten Begebenheiten wie Knappheit an Ressourcen oder Wind/Sonne ist.
Die Nutzung von Erdwärme entspricht nach Angaben der Branche bereits 5,6 TWh pro Jahr und soll sich bis 2020 nahezu vervierfachen. Besonders im Bereich der Stromerzeugung soll der derzeitige Stand von 0,027 TWh auf bis zu 3,8 TWh ansteigen. Für Müller-Ruhe ist der Kongresse und die Messe besonders wichtig, denn die Öffentlichkeit soll von den Vorzügen der Erdwärme erfahren und erkennen, welche zentrale Rolle das Medium Geothermie in den kommenden Jahren einnehmen wird. Zusammen mit dem technologischen Fortschritt und einer intensiven Qualitätssicherung wird die nachhaltige Energiewirtschaft vorangetrieben und die Gefahren, die von den noch aktiven fossilen Energiequellen ausgehen, weiter reduziert.
Quelle: www.gaspreisvergleich.com/gaspreisboykott

|